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    Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

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    Erstes Weihenstephaner-Bier aus kieselgurfreier Filtration

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    10. Januar 2024
    3:05 Min.

    Aktuell ist in den Filterkellern von Brauereien auf der ganzen Welt ein Wandel zu beobachten: Denn viele entscheiden sich bewusst für Alternativen zu Kieselgur. Steinecker und die Erbslöh GmbH schlossen nun eine Kooperation für die kieselgurfreie Filtration – und fanden in der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan auch gleich einen Partner für die ersten Tests.

    Die Filtration beeinflusst nicht nur die Optik des Bieres, sondern erhöht auch die Haltbarkeit des Produkts, indem sie die chemische und physikalische Stabilität verbessert. Ein wichtiger Prozessschritt also, für den es jedoch verschiedene technologische Optionen gibt: Platzhirsch bei den Filterhilfsmitteln war und ist immer noch Kieselgur – aber die Diskussionen um ihren Einsatz werden immer lauter. „Zum einen wird die Entsorgung immer schwieriger: Früher wurde Kieselgur als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt, aber schon seit 2014 ist dies in der EU eigentlich verboten – und Brauereien müssten verbrauchte Kieselgur nun kostenpflichtig entsorgen“, erklärt Matthias Pohl aus dem Steinecker Vertrieb und ergänzt: „Zum anderen hat die International Agency for Research on Cancer schon 1997 die kristalline Kieselgur als kanzerogen eingestuft – und somit als gesundheitsgefährdend für Brauer, die direkt und ohne Schutzmaßnahmen damit in Kontakt kommen.“

    Unter all diesen Gesichtspunkten ist es klar: Alternativen müssen her. Die Erbslöh GmbH aus dem hessischen Geisenheim hat bereits entsprechende Filterhilfsmittel im Portfolio, unter anderem die VarioFluxx-Reihe, die auf Basis von Perliten und Cellulose arbeitet. Ende November 2023 wurde auf der BrauBeviale eine Kooperation mit der Krones Tochter Steinecker geschlossen: Denn die VarioFluxx-Technologie lässt sich ideal mit dem Steinecker Twin Flow System zur Anschwemmfiltration kombinieren. 

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    Steinecker und Erbslöh unterzeichneten auf der BrauBeviale einen Kooperationsvertrag.

    Erster Kunde: die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

    Dass mit Alternativen filtriertes Bier dem konventionellen in nichts nachsteht, beweist die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan: Als erster Kunde setzen die Freisinger das neue Verfahren ein. Den Weg dahin ebnete das jüngste gemeinsame Projekt von Steinecker und der Brauerei. „Wir haben in Weihenstephan vergangenes Jahr einen neuen Filterkeller in Betrieb genommen. Der darin enthaltene TFS Filter war dabei schon so vorbereitet, dass er nicht nur mit Kieselgur, sondern auch mit anderen Filterhilfsmitteln arbeiten kann“, erklärt Matthias Pohl. „Das war damals eine strategische Entscheidung, denn es liegt nahe, dass Kieselgur auf kurz oder lang abgelöst werden wird.“ 

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    V. l.: Tobias Zollo, Sina Fürlauf und Gerd Abstreiter von der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan zusammen mit Matthias Pohl vom Steinecker Vertrieb (2. v. r.)

    Als sich die Kooperation mit Erbslöh anbahnte, war klar, dass natürlich auch eine „Partnerbrauerei“ benötigt wird, um aussagekräftige Ergebnisse präsentieren zu können. „Da die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan im Sudhaus- und Kellerbereich auch Steinecker Equipment einsetzt und wir früher schon erfolgreich neue Technologien dort testen durften, hat sich auch in diesem Fall eine Zusammenarbeit gut angeboten. Wir wussten ja bereits aus dem Filterkeller-Projekt, dass dort das Interesse für solche Alternativen generell vorhanden ist“, so Matthias Pohl. Denn auch die Verantwortlichen in Weihenstephan handelten damals schon mit einem starken Blick für die Zukunft: „Wir haben uns bewusst entschieden, die Anlage für die kieselgurfreie Option vorzubereiten, da der Filter ja die nächsten 20 oder 30 Jahre lang im Einsatz sein soll“, so Tobias Zollo, technischer Leiter der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan.

    Geschmacks-Praxistest bestanden!

    Bereits die ersten Ergebnisse der Tests waren ein voller Erfolg, wie Qualitätsmanagerin Sina Fürlauf erklärt: „Gemeinsam mit Erbslöh und Steinecker haben wir nun erste Versuche gefahren. Das Ergebnis – unser erstes Bier aus kieselgurfreier Filtration – gab es auf der BrauBeviale und wir sind zufrieden mit der Qualität.“ Tobias Zollo ergänzt: „Besonders gefreut hat uns, dass bereits der allererste Versuch gut geklappt hat – im zweiten konnten wir sogar bessere Ergebnisse erzielen als bei Kieselgur.“ Auch die Besucherinnen und Besucher auf der BrauBeviale zeigen sich begeistert vom Weihenstephaner Original, das an der Steinecker Theke auf dem Krones Messestand ausgeschenkt wurde – Geschmacks-Praxistest bestanden!

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    „Unser erstes Bier aus kieselgurfreier Filtration gab es auf der BrauBeviale und wir sind zufrieden mit der Qualität“, sagt Sina Fürlauf von der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan.
    10. Januar 2024
    3:05 Min.

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