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Khmer Beverages investiert weiter – immer mit Krones

Manfred Kaiser

Der führende kambodschanische Bier- und Getränkehersteller Khmer Beverages hat erneut Abfüll- und Prozesstechnik von Krones zum weiteren Ausbau der Kapazitäten in Betrieb genommen.

Khmer Beverages ist der führende Bier- und Getränkehersteller Kambodschas. Das zu 100 Prozent kambodschanische Unternehmen bietet eine breite Produktpalette, die von Bier über kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke und Energydrinks bis hin zu abgefülltem Wasser reicht. Trotz des harten Wettbewerbs und der schwierigen Zeit während der Covid-19-Pandemie konnte Khmer Beverages seine Marktführerschaft in Kambodscha verteidigen – und baut sie sogar aus, mit neuen Anlagen von Krones.

Mehrere Turnkey-Projekte mit Krones

Die Brauerei startete im Jahr 2011 mit einer Kapazität von 600.000 Hektolitern. Als der Ausstoß sich bis 2014 auf 1,3 Millionen Hektoliter mehr als verdoppelt hatte, wechselte Khmer Beverages im folgenden Jahr den Zulieferpartner: Erstmals erhielt Krones einen Turnkey-Auftrag für die Erweiterung der Kapazität auf 4,2 Millionen Hektoliter. Diese neuen Anlagen gingen 2017 in Betrieb.

Hauptprodukt ist die Biermarke Cambodia, die überwiegend in Dosen abgefüllt wird. Außerdem produziert Khmer Beverages Cambodia Water, Energydrinks unter der Marke Wurkz und Softdrinks der Marke IZE. In diesen Märkten für CSD, Energydrinks und Wasser wollte das in kambodschanischem Besitz befindliche Unternehmen ähnlich wachsen wie im Biersegment – mit Erfolg. Deswegen waren weitere Investitionen in Abfüll- und Prozesstechnik notwendig.

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Bildnachweis: Khmer Beverages
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Bildnachweis: Khmer Beverages

In den Jahren 2019 und 2020 realisierte Khmer Beverages daher erneut gemeinsam mit Krones eine ganze Reihe von Turnkey-Projekten. Alle Linien wurden in bereits existierende Hallen eingebaut. Im Einzelnen investierte Khmer Beverages in diesem Zeitraum in

  • eine neue 60.000er-Dosenlinie
  • eine neue 90.000er-Dosenlinie
  • das Upgrade einer vorhandenen Glaslinie
  • die Umstellung von klassischen Faltkartons auf Wrap-around-Kartons
  • sowie einen neuen Sirupraum.

Bei all diesen Investitionen legte Khmer Beverages erneut Wert auf einen technologisch sehr hohen Standard.

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Bildnachweis: Khmer Beverages
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Bildnachweis: Khmer Beverages

Erweiterung des Sirupraums

Ein Teil des Gesamtauftrags war die Erweiterung des Sirupraums, die Krones Izumi Processing(öffnet externen Link in neuem Tab) aus Singapur mit folgenden Bausteinen ausführte:

  • Neue Batch-Ausmischstation mit nachgeschaltetem Mixer Contiflow zur Fertiggetränk-Herstellung: Installiert wurde eine neue Ausmischstation mit drei Tanks und einer Kapazität von je 30.000 Litern für das Ausmischen von Energydrinks.
  • Zuckerlösestation: Die bestehende kontinuierliche Zuckerlösestation wurde zur Kapazitätserhöhung mit einer Big-Bag-Handling-Station aufgerüstet.
  • CIP-Anlage: Die vorhandene CIP-Anlage wurde erweitert, um die neu hinzugefügten Kreisläufe reinigen zu können.
  • Automatisierung: Die Anlage wurde vollautomatisiert, unter anderem dank Ventilen mit Steuerköpfen und Ventilknoten von Evoguard(öffnet externen Link in neuem Tab) sowie dem Prozessleitsystem Botec F1(öffnet externen Link in neuem Tab).
  • Höhere Produktflexibilität: Krones Izumi(öffnet externen Link in neuem Tab) legte die neue Anlage für höchste Flexibilität aus. In das Konzept eingeschlossen waren deshalb auch der Mixer Contiflow, die Kurzzeiterhitzungsanlage VarioFlash sowie der Dosenfüller Modulfill VFS-C, die als Teil der neuen Dosenlinie von Krones geliefert wurden. So kann Khmer Beverages die sich in ihren Eigenschaften sehr voneinander unterscheidenden Produkte CSD und Energydrinks mit unterschiedlichen Verfahrenskombinationen herstellen. Bei der Produktion von CSD muss beispielsweise die Kurzzeiterhitzungsanlage im Bypass umfahren werden, während sie für Energydrinks benötigt wird. Entsprechend unterschiedlich ergeben sich auch die CIP-Kombinationen. All dies wird mit einer individuell gestalteten Ventilschaltungs-Matrix möglich, die so programmiert ist, dass auch eventuelle spätere Produktideen realisiert werden können.
  • Eine weitere Besonderheit dieses Projekts war die Optimierung des Auftragsumfangs, um eine perfekte Lösung für den neuen Sirupraum zu finden. Der Betrieb verfügte über fünf Abfüllanlagen und ebenso sollten viele neue Zutaten im neuen Sirupraum durch die Erweiterung zu verarbeiten sein. Anstatt aber alle fünf Linien entsprechend aufzurüsten, erweiterte Krones Izumi nur eine einzige Abfüllanlage, um alle fünf Zutaten dem neuen Ausmischbereich bereitstellen zu können. So ließen sich der Installationsaufwand reduzieren und die Abläufe optimieren.

„Der von Krones zur Verfügung gestellte Sirupraum ist meiner Meinung nach überragend“, erklärt Peter Leang, Präsident von Khmer Beverages. „Aus unserer Erfahrung heraus ist einer der Hauptvorteile der Krones Sirupraum-Lösungen die Präzision bei der Sirupausmischung. Die Spezifikation ist sehr genau und wir können das gewünschte Endergebnis erzielen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Lösung von Krones Izumi ein geringes Risiko für Produktionsverluste aufweist. Wenn es viele Verluste gäbe, würde sich das auf unser gesamtes Produktivitätsmanagement auswirken. Außerdem arbeiten die Krones Maschinen energieeffizient. Insgesamt können wir eine beträchtliche Menge an Energie einsparen und Verluste während des Herstellungsprozesses minimieren.“

Zwei neue Dosenlinien

Die neue 60.000er-Dosenlinie ist als Kombilinie für das Abfüllen von Bier und CSD in 250- und 330-Millililter-Dosen ausgelegt. Dazu verfügt sie über

  • die neueste Dosenfüllergeneration Modulfill VFS-C mit induktivem Durchflussmesser,
  • einen Tunnelpasteur LinaFlex für Bier
  • sowie vielfältige Verpackungsmöglichkeiten mit je einer Verpackungsmaschine Variopac Pro FS für das Verarbeiten von Schrumpffolie und einen Variopac Pro WTS zum Herstellen von Wrap-around-Kartons und Trays mit Folie,
  • einen Neudosenabschieber Pressant Universal 1A
  • und einen Modulpal Pro 2AC mit externer Gruppierung, um die fertigen Gebinde auf die Paletten zu laden.

Ebenfalls 2019 stellte Khmer Beverages die Kartonverpackung für Dosen von Faltkartons auf Wrap-around-Kartons um, da diese weniger kostenintensiv sind. Dazu tauschte Krones vorhandene Maschinen in drei Dosenlinien gegen vier neue Verpackungsmaschinen Variopac Pro W aus.

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Bildnachweis: Khmer Beverages
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Bildnachweis: Khmer Beverages

Hygienesichere, energieeffiziente und bedienerfreundliche Technik

Im Jahr 2020 folgte dann eine weitere neue Dosenlinie mit einer Leistung von 90.000 Dosen pro Stunde. Sie eignet sich sowohl für die Kaltabfüllung von kohlensäurehaltigen Softdrinks als auch für die Heißabfüllung stiller Energydrinks bei 88 Grad Celsius. Als Turnkey-Anlage umfasst sie insgesamt

Zudem umfasst der Auftrag auch eine Erweiterung der Utilities wie Kühlung und Elektroversorgung.

Bestes Beispiel für die hygienesichere, gleichzeitig aber auch energieeffiziente und bedienerfreundliche Technik ist der Dosenfüller Modulfill VFS-C mit seinem hygienischen Füllventil, dem vortischlosen Maschinenkonzept mit konsequentem Einsatz von Monotec Sternsäulen sowie dem fettfreien Hauptlager mit automatischer Öl-Umlaufschmierung. Getrennte Gaskanäle für Vorspannen und Entlasten, das pneumatische Anpressen und Zentrieren sowie der Spülvorgang im angepressten Zustand machen den Füllvorgang sicherer. Eine formatflexible Anpresseinheit erlaubt es, mehrere Dosenformate ohne Wechselteile zu verarbeiten. Dies und die schnellwechselbaren Garnituren erleichtern das Bedienen. Der Einsatz von Servo-Drive-Technologie schließlich stellt ein klares Plus für die Energieeffizienz dar.

Premium-Draftbier aus der Flasche

Im gleichen Jahr ließ Khmer Beverages eine bestehende Einweg-Glaslinie für das Abfüllen von Premium-Draftbier aus der Flasche aufrüsten, indem eine bestehende Anlage weitgehend ausgetauscht wurde. Die Linie erhielt dazu

Das Premium-Draftbier wird produktschonend lediglich über die Kurzzeiterhitzungsanlage gefahren, anderes Bier wird in einem vorhandenen Tunnelpasteur pasteurisiert. Die Palettierung erfolgt nach wie vor manuell.

Khmer Beverages wird weiterhin in die Erweiterung der Anlagen investieren. Dass Krones weiterhin eine wichtige Rolle dabei spielen wird, steht ebenfalls schon fest. Bereits 2023 will das kambodschanische Familienunternehmen neue Kapazitäten schaffen. 

„Die Bedürfnisse der Konsumenten zu kennen, ist der wichtigste Faktor.“

Interview mit Peter Leang, Präsident von Khmer Beverages

Peter Leang, Präsident von Khmer Beverages, ist eines von sechs Geschwistern, die alle im Familienunternehmen engagiert sind. Er hat das Bierbrauen von der Pike auf gelernt, besuchte die VLB (Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei) in Berlin und schloss dort als Braumeister ab.

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Bildnachweis: Khmer Beverages
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Bildnachweis: Khmer Beverages

Herr Leang, was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Vorteile der Zusammenarbeit mit Krones? 

Die Zusammenarbeit mit Krones hat drei wesentliche Vorteile:

Zum einen ist Krones als Anbieter von Brauerei- und Getränkelösungen für große Bier- und Getränkehersteller weltweit bekannt. Ich bin überzeugt, dass meine positiven Erfahrungen mit Krones den hohen Wert dieses Unternehmens widerspiegeln, das so ausgereifte Maschinen und Technologie für die Bier- und Getränkeproduktion anbietet. Zum anderen sind unsere Produkte für den menschlichen Verzehr vorgesehen, daher müssen die Maschinen, die wir für die Produktion einsetzen, hygienisch einwandfrei sein und höchste Qualitätsstandards erfüllen. Krones verfügt zum Dritten über ein hervorragendes Projektmanagement, mit dem wir unsere Projekte gemeinsam termingerecht realisieren können. Das sind die Gründe, warum Krones unser langfristiger Partner ist.

Wie zufrieden sind Sie mit den bisher installierten Krones Anlagen? 

Krones liefert uns ja nicht nur die Lösung für die Abfüllanlagen, sondern auch viele weitere Anlagen aus den Bereichen Sudhaus, Kaltblock, Utilities, Sirupraum und vieles mehr rund um die Bier- und Getränkeherstellung. Damit sind wir aus mehreren Gründen zufrieden: Die Anlagen sind von hervorragender Qualität und ermöglichen uns die Herstellung hochwertiger Endprodukte unter hygienischen Bedingungen und reduzieren unsere Produktionsverluste deutlich. Kurz gesagt: Krones Maschinen sind sehr effizient und erfüllen unsere Erwartungen. 

Und was sind die weiteren Ziele von Khmer Beverages? 

Unser Ziel ist es, nicht nur in Kambodscha ein führender Hersteller von Bier und Getränken zu sein, sondern dies auch über diese Region hinaus zu werden. Was den Biermarkt in Kambodscha betrifft, können wir sagen, dass er relativ gesättigt ist. Es gibt jedoch noch Wachstumschancen, denn Kambodscha ist ein Entwicklungsland und eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Südostasien. Vergleicht man die Fortschritte Kambodschas mit Nachbarländern wie Vietnam, Thailand, Malaysia oder Singapur, können wir feststellen, dass unser Land aufholt, was weitere Chancen auf diesem wettbewerbsintensiven Markt bietet.

Welche Investitionen sind als nächstes geplant? 

Unsere künftigen Investitionen in den Ausbau unserer Brauerei hängen von der tatsächlichen Marktnachfrage in Kambodscha ab. Khmer Beverages befindet sich derzeit in der vierten Expansionsphase und in dieser Phase konzentrieren wir uns auf den Ausbau unserer Produktion von nicht-alkoholischen Getränken. Der Export war schon immer eine unserer Stärken, trotzdem befinden wir uns hier noch in den Anfängen, denn wir sind erst seit etwas mehr als einem Jahrzehnt in der Branche tätig. Der heimische Markt steht für uns an erster Stelle, hier sind wir gut verwurzelt, aber wir werden prüfen, wann und wohin wir zukünftig exportieren können.

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