
So nutzt Krones künstliche Intelligenz
Krones hat die Bedeutung von künstlicher Intelligenz früh erkannt und eine eigene KI-Einheit im Unternehmen geschaffen.
Künstliche Intelligenz boomt, kein Wunder: Sie bietet Unternehmen einzigartige Möglichkeiten – und stellt sie gleichzeitig vor gewisse Herausforderungen. Im Folgenden erfahren Sie, wie Krones damit umgeht und welche konkreten Schritte unternommen werden.
Spätestens seit Open AI mit ChatGPT ein der breiten Masse zugängliches KI-Tool gelauncht hat, ist klar: Künstliche Intelligenz, kurz KI, spielt eine immer größere Rolle in unserem Alltag – und damit auch im Arbeitsleben. Die Notwendigkeit, diese neue Technologie für eigene Innovationen zu nutzen und gleichzeitig sensibel und verantwortungsvoll mit den dynamischen Entwicklungen umzugehen, hat Krones schon früh erkannt und zur Priorität gemacht.
So wurde eine eigene Einheit bei Krones.digital geschaffen, die sich auf alle Fragen rund um KI spezialisiert. Geleitet wird sie von Philipp Olenberg. Als Head of AI hat er zwei Fachteams unter sich, von denen sich eines mit wissensbasierter KI und das andere mit maschinellem Lernen beschäftigt. Zu deren interdisziplinärer Besetzung gehören unter anderem Data Engineers, Data Scientists und Innovationsmanager.
Bei Krones sehen wir viele Einsatzmöglichkeiten von KI und mit den unterschiedlichen Schwerpunkten unserer Teams entwickeln wir sowohl neue Lösungen für unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio als auch Optimierungspotenziale für interne Prozesse.

KI im Arbeitsalltag
Intern kommt künstliche Intelligenz bei Krones beispielsweise im Angebotswesen zur Anwendung, wo bisherige Herausforderungen durch KI überwunden werden sollen: Wegen des umfangreichen Portfolios an Modellvarianten und Komponenten kann es mitunter mehrere Wochen dauern, bis Kunden ihr ausgearbeitetes Angebot erhalten. Die KI soll diese lange Wartezeit auf nur noch wenige Stunden reduzieren – und so die Mitarbeitenden entlasten, die sich dann komplexeren Fällen widmen können. Darüber hinaus soll die dynamische Angebotskonfiguration um anschauliches Zusatzmaterial wie etwa Videos oder 3D-Modelle ergänzt werden. Unterstützung für dieses Projekt kommt dabei von einem Kooperationspartner, der eine Open-Source-KI entwickelt hat und damit weltweit eine echte Fachgröße auf dem Gebiet ist. Das Projekt selbst befindet sich derzeit noch in einer Pilotphase mit Modellen aus der Packtechnik.
KI-Führerschein für einen verantwortungsvollen Umgang
Doch nicht nur konkrete Praxisanwendungen umzusetzen, gehört zu den Aufgaben des AI-Teams: Neben der Entwicklung eigener KI-Lösungen gilt es auch, klare Rahmenbedingungen für den Gebrauch künstlicher Intelligenz festzulegen und mit der Strategie von Krones.digital in Einklang zu bringen. Das beinhaltet einen intensiven Austausch mit den verschiedenen Fachbereichen, um so KI-Anwendungsmöglichkeiten herauszuarbeiten und für etwaige Problemfälle Lösungen zu finden. Vor allem das effiziente Datenmanagement hat bei Krones einen hohen Stellenwert: Gemeinsam mit der Abteilung Information Management wird eine übergreifende Datenplattform entwickelt, um Governance, Qualität und Verfügbarkeit von Daten zu optimieren. Um den verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Technologien sicherzustellen, wurde außerdem ein eigenes Training konzipiert und konzernweit ausgerollt. Der „KI-Führerschein“ befähigt Beschäftigte aller Fachbereiche dazu, die Tools sinnvoll einzusetzen sowie damit verbundene Risiken zu erkennen und zu vermeiden.
Künstliche Intelligenz ist Chefsache
Obwohl derzeit noch kein gesetzlicher Rahmen für künstliche Intelligenz besteht, bereitet man sich bereits jetzt auf kommende Regulierungen – wie etwa den EU AI Act – vor. Entsprechend besteht auch mit der Geschäftsführung ein intensiver Austausch zu diesem Thema: Um regelmäßig mit dem Vorstand darüber zu sprechen, wurde beispielsweise der Advisory Council on AI Strategy ins Leben gerufen.
„Ich bin froh, dass künstliche Intelligenz bei Krones einen äußerst hohen Stellenwert genießt und dass wir mit dem Advisory Council on AI Strategy ein Format haben, bei dem wir in regelmäßigen Zeitabständen mit den Vorständen darüber sprechen“, so Philipp Olenberg. „In Zukunft wird es immer wichtiger, Innovationen und deren Auswirkungen angemessen einzuschätzen, Risiken und Potenziale zu bewerten und die richtigen Maßnahmen für Krones einzuleiten. Eine Maßnahme, die mich dabei besonders freut, ist dass der Bereich KI im Jahr 2024 noch weiter ausgebaut wird.“
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Pia Brunsch