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Referenz

Steinecker Sudhaus für Londons größte Brauerei

Helena Schaeffer

Mit Hilfe von Krones expandierte Beavertown zu Londons größter und innovativster Brauerei.

Ihre Mission ist es, gutes Bier an jede Straßenecke zu bringen – und mit der neuesten Ergänzung ihrer Brauerei-Standorte in London ist Beavertown diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Bei ihrem bisher größten Projekt vertrauten sie auf die Unterstützung von Krones. 

Logan Plant, der Gründer von Beavertown, ließ sich von den Bieren aus seiner Heimatregion – den englischen Midlands, die in Großbritannien für ihre Brauereitradition bekannt sind – inspirieren. Als er gerade mal 20 war, hatte Logan den Traum, eine Brauerei zu gründen, schob diesen aber beiseite, während er für die nächsten zehn Jahre als Musiker durch die Welt tourte. Doch letztlich kehrte er zu seiner ursprünglichen Vision zurück und eröffnete zusammen mit seiner Frau eine Kneipe im Osten Londons, wo er in der Küche sein eigenes Craft Beer braute – etwa 800 Liter pro Charge, einmal pro Woche.

Heute, zehn Jahre später, ist aus dem anfangs kleinen Projekt etwas weitaus Größeres entstanden: Mittlerweile hat Beavertown mehrere Standorte in London, unter anderem eine Mikrobrauerei im Tottenham Hotspur Stadion, wo ihr Bier an die Fans des Vereins verkauft wird. Die jüngste Erweiterung erfolgte 2022 mit der Inbetriebnahme ihrer neuesten und gleichzeitig größten Brauerei, einer vollautomatischen Steinecker Anlage mit 150 Hektolitern Ausschlagvolumen. Hier brauen sie jeden Monat eine neue, innovative Bierkreation – zusätzlich zu ihrem ganzjährig verfügbaren Kernsortiment mit sieben Craft-Beer-Sorten und ihrem sogenannten Barrel Programme, bei dem sie Biere in Weinfässern lagern und reifen lassen. 

Unsere Mission ist es, gutes Bier an jede Straßenecke zu bringen. Unser Bier ist für jedermann.

Logan Plant Gründer der Beavertown Brewery

Kreativität in ihrer DNA

Einer der Höhepunkte in der Geschichte der relativ jungen Brauerei war die Beavertown Extravaganza, ein Craft Beer Festival, zu dem sie 2017 in London einluden: 70 Brauereien aus aller Welt waren vor Ort und über 8.000 Gäste erfreuten sich an den neuesten Bierkreationen. Das entspricht auf jeden Fall der Philosophie von Beavertown: „Es geht uns um mehr als nur um Bier. Es geht darum, den Konsumentinnen und Konsumenten ein Erlebnis zu bieten und sie mit auf die Reise zu nehmen, sei es durch unsere Rezepturen, unsere Designs oder die Veranstaltungen, die wir zum Beispiel in der Brauerei oder in Pubs veranstalten. Es geht um das kreative Gen, das in allem steckt, was wir tun. Außerdem geht es darum, die Grenzen des Biers so weit wie möglich auszureizen. Unser Ziel ist es, Bier zugänglich zu machen und genau das haben wir mit Bieren wie Neck Oil oder Gamma Ray geschafft“, erklärt Logan.

Kreativität ist ein wichtiger Bestandteil der Beavertown-DNA, und das nicht nur, wenn es um die verschiedenen Bierkreationen geht. Das spiegelt sich auch an den Designs ihrer Dosen wider: Skelette, Psychedelika und knallige Farben – die Designs stechen in den Regalen auf jeden Fall hervor. „Nick Dwyer, unser Creative Director, hat als Kellner in unserer ersten Kneipe gejobbt und er hat zwischen den Schichten immer vor sich hin gekritzelt. Er zeigte mir seine Arbeit – und ich fand sie toll. Und so kamen die einzigartigen Designs auf unsere Dosen. Nick verdient viel Anerkennung für das, was er für unser Bier getan hat“, erklärt Logan die Entstehungsgeschichte der für Beavertown typischen Farben und Muster auf den Dosen. 

Ein neues Sudhaus von nie dagewesener Größe

 

Projekt:Sudhaus mit allen Gär- und Lagertanks sowie Utilities
Kunde:Beavertown Brewery
Inbetriebnahme:März 2020
Standort:Enfield, London
Umfang: 

Fünf-Geräte-Sudhaus für 150 Hektoliter pro Sud und einen maximalen Ausstoß von 500.000 Hektolitern pro Jahr 

 

Die Erwartungen an das neue Sudhaus waren klar: Neben Flexibilität und Hygiene war auch Energieeffizienz eines der wichtigsten Kriterien. Deshalb entschied sich Beavertown für den Steinecker EquiTherm Brew(öffnet externen Link in neuem Tab). Dieses System gewinnt die gesamte Energie für das Maischen aus dem Würzekühlungsprozess zurück und ermöglicht so eine Einsparung von bis zu 50 Prozent der benötigten Primärenergie. Der positive Nebeneffekt zeigt sich auch in der Qualität der Biere: Dadurch, dass die Sude schonender erwärmt werden, wird ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau gewährleistet.

Steinecker lieferte den Gär- und Lagerkeller. Bildnachweis: Beavertown Brewery
Steinecker lieferte den Gär- und Lagerkeller. Bildnachweis: Beavertown Brewery

Laut Nikola Marjanovic, Operations Director bei Beavertown, ist der Weg zur Automatisierung des Hopfenstopfens die größte Leistung des Gemeinschaftsprojekts mit Krones. Das bedeutet, dass – abgesehen vom manuellen Einfüllen des Hopfens in den Behälter, wo die Lösung der Pellets durchgeführt wird – alles andere automatisch erfolgt. Damit sind alle Prozesse im Keller inklusive Gärung, Hopfenstopfen und Separation des kaltgehopften Bieres in Drucktanks vollautomatisch. Sowohl Logan als auch Nikola erklären, dass das Projekt eine spannende Herausforderung für sie war, da noch keine Craft Brewery zuvor so etwas umgesetzt hat. Schlussendlich hat alles geklappt und sie sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Die Flexibilität beim Engineering, die uns Krones durch gemeinsame Arbeit ermöglichte, hat uns sehr geholfen“, sagt Nikola. „Wir haben versucht, die Grenzen einer herkömmlichen Craft Brewery zu erweitern. Normalerweise läuft vieles manuell ab, aber je größer die Produktionsstätte ist, desto schwieriger lässt sich das umsetzen. Wie automatisiert man die Abläufe und kreiert gleichzeitig weiterhin tolle Biere?“ Krones und Steinecker haben mit der neuen Brauerei für Beavertown genau diese Anforderung erfüllt – und Gründer Logan Plant ist gespannt auf das neue Equipment: „Wenn man bedenkt, dass es Beavertown erst seit zehn Jahren gibt, ist es unglaublich, dass wir jetzt gemeinsam mit Krones die größte und innovativste Brauerei Londons gebaut haben.“ 

„Eine fast unglaubliche Leistung”

Das gesamte Projekt, das im August 2019 startete, wurde von der Coronavirus-Pandemie überschattet. Das Projekt lief bereits auf Hochtouren, doch dann begann Anfang 2020 in England der erste Lockdown, das Krones Serviceteam musste das Land verlassen und konnte Beavertown nur noch von Deutschland aus unterstützen. Sowohl Nikola als auch Logan waren vom Engagement und dem Kundenservice des Krones Teams begeistert. Letztendlich wurde das Projekt trotz dessen Größe und der pandemiebedingten Unterbrechung rechtzeitig fertig gestellt – „eine fast unglaubliche Leistung“, wie Nikola sagt. 

Wenn man bedenkt, dass es Beavertown erst seit zehn Jahren gibt, ist es unglaublich, dass wir jetzt gemeinsam mit Krones die größte und innovativste Brauerei Londons gebaut haben.

Logan Plant Gründer der Beavertown Brewery

Zum Projektstart im Jahr 2019 lief das gesamte Brauereigeschäft mit Technologie von Steinecker noch unter dem Namen Krones. Seit Frühjahr 2021 ist die Steinecker GmbH(öffnet externen Link in neuem Tab) ein eigenständiges Unternehmen innerhalb des Konzerns, das sich ausschließlich auf Brauereien fokussiert. Das Beavertown-Projekt war eine Zusammenarbeit von ehemaligen Krones beziehungsweise jetzigen Steinecker Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Freising sowie dem lokalen Vertriebs- und Projektmanagement von Krones UK(öffnet externen Link in neuem Tab).

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