
Eine deutsch-deutsche Erfolgsstory wird weitergeschrieben
Die Flensburger Brauerei rückt mit einem neuen Sudhaus voll innovativer Steinecker Technologie ihrem Ziel näher, Emissionen deutlich zu senken.
Am Beispiel des aktuellen Brauereiprojekts beweisen die Flensburger Brauerei und Steinecker, dass norddeutsche Braukunst und süddeutsche Brautechnik Hand in Hand ein unschlagbares Team sind. Ein wichtiger Schritt und ein Bekenntnis zum selbst gesteckten Ziel der Brauerei, bis spätestens 2045 klimaneutral zu werden, ist die Realisation eines neuen Sudhauses.
Flensburg, 23. Mai 2025 – Spatenstich für das neue Sudhaus der Flensburger Brauerei am Standort Munketoft 12 in der Flensburger Altstadt. Der architektonische Entwurf mit Schau-Sudhaus zeigt: Die Technologie, mit der die Flensburger Brauerei ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen will, darf man gerne herzeigen! Große Glasfronten erlauben es interessierten Passantinnen und Passanten, die großen Sudpfannen zu bestaunen und das Brauhandwerk sichtbar und greifbar zu machen.

Bei der Realisierung dieses neuen Sudhauses hat sich die Brauerei aus dem Norden Deutschlands den mindestens genauso traditionsreichen Partner aus dem Süden für die Brautechnologie ins Boot geholt: die Steinecker GmbH aus Freising, 1875 gegründet am anderen Ende Deutschlands, am Fuße der Alpen. Wieder einmal! Denn: Die zwei Bestands-Sudlinien aus den 90er Jahren stammen ebenfalls bereits von Steinecker und auch im Bereich Automatisierung setzt die Flensburger Brauerei seit 2014 bereits auf das Prozessleitsystem Botec F1(öffnet externen Link in neuem Tab). So war es naheliegend, dass auch jetzt die Wahl für die neue Linie leichtfiel: „Steinecker, Krones und Flensburger harmonieren schon seit Jahren an vielen verschiedenen Stellen im Unternehmen. Außer dem Sudhaus wurden bereits Filtrationslinien, Abfüllanlagen und Ausbaukonzepte gemeinsam realisiert. Dabei steht nachhaltiges Wirtschaften bei den Investitionen im Vordergrund. Dies wird mit dem EquiTherm Konzept zur Primärenergie-Einsparung und der Reduktion fossiler Brennstoffe im Sudhaus wieder einmal erreicht. Dies und die gute Vorarbeit im Projekt waren die ausschlaggebenden Gründe für die Auswahl von Steinecker als Partner“, so Geschäftsführer Michael Seip.
Und Enes Erisgen, Leiter der Produktion, findet lobende Worte für die aktuelle Kollaboration: „Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen von Steinecker verläuft so, wie wir es uns vorgestellt haben. Von der Projektleitung bis in die Fachabteilungen arbeiten alle Kolleginnen und Kollegen hochmotiviert an unserem gemeinsamen Ziel, das Sudhaus der Flensburger Brauerei bis ins Detail auszuarbeiten und umzusetzen. Auch der übergreifende Austausch mit Architektur, Statik und Planung funktioniert vor allem auch wegen der Expertise und Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen aus Freising vorbildlich.“



Clevere Energiekreisläufe
Das neue Sudhaus ist vollgepackt mit modernster Technik, die erhebliche Einsparungen bei Energie und Rohstoffen mit sich bringt, wie Matthias Pohl aus dem Steinecker Vertrieb erklärt: „Das Bierbrauen bietet zahlreiche Potenziale zur Energierückgewinnung und Rohstoff-Weiterverwendung. Nicht zuletzt, da der Brauprozess viele Temperaturwechsel erfordert, deren Energiedifferenzen mit der richtigen Technologie sinnvoll weitergenutzt werden können.“
Genau dieses Prinzip macht sich das Steinecker EquiTherm Brew System(öffnet externen Link in neuem Tab) zu Nutze, das auch im neuen Sudhaus eingesetzt wird. Das Konzept ist ebenso simpel wie genial: Ein Teil des Warmwassers, das bei der Würzekühlung entsteht, wird in einen zentralen Energiespeicher geführt. Von dort aus wird dann der Maischprozess mit thermischer Energie versorgt.
Das Einsparpotenzial? Bis zu 75 Prozent an thermischer Energie im Vergleich zu einem Sudhaus ohne Energierückgewinnung und bis zu 21 Prozent an elektrischer Energie inklusive Kälteerzeugung im Sudhaus. Aber damit ist es noch bei weitem nicht getan – denn: Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, den Brauprozess nachhaltiger zu gestalten.
Der wichtigste Baustein, um die Gesamtanlageneffektivität (OEE) zu erhöhen, ist das Umstellen des Heizmediums: von Dampf auf 110 Grad Celsius heißes Wasser: das sogenannte Niedertemperatur-Konzept(öffnet externen Link in neuem Tab). Die Vorteile liegen auf der Hand: Es wird weniger Energie zum Aufheizen des Heizmediums benötigt und es kann heißes Wasser aus dem zentralen Wärmespeicher verwendet werden. Die Technologie ist also perfekt kompatibel mit dem EquiTherm Brew System.
Wie geht es weiter?
Nach dem kürzlich erfolgten Spatenstich soll die Sudhaus-Technik mit einer Kapazität von 540 Hektolitern Kaltwürze und 12 Suden pro Tag bereits 2026 von Steinecker geliefert werden: unter anderem ein Maischgefäß ShakesBeer(öffnet externen Link in neuem Tab), der Läuterbottich Pegasus C(öffnet externen Link in neuem Tab) und das Würzekochsystem Stromboli(öffnet externen Link in neuem Tab), alles gesteuert und überwacht vom Prozessleitsystem Botec F1 im neuesten Release.
Aber damit ist es noch nicht getan: Zusammen mit Steinecker plant die Flensburger Brauerei, auch weitere Energieverbraucher an den zentralen Energiespeicher anzuschließen, um künftig noch mehr Energie durch effiziente Nutzung einzusparen.
Perfect Match
Bei der Abfüllung vertraut die Flensburger Brauerei ebenfalls auf Technologie aus der Konzernfamilie: 2016/17 lieferte Krones zwei Glaslinien für die ikonischen Bügelverschlussflaschen. Mit jeweils 39.000 Flaschen pro Stunde gehören diese zu den schnellsten Linien für Bügelverschlussflaschen auf der Welt – am Tag lassen sich so fast eine Millionen Flaschen verarbeiten!


Das Dreigespann aus Flensburger Brauerei, Steinecker und Krones beweist: Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität lassen sich mit ausreichend Know-how optimal verbinden. Die Biere aus Flensburg sind Paradebeispiele dafür, wie Bier, ein Produkt mit einer tausendjährigen Tradition, durch technische Innovationen immer wieder ein wenig neu erfunden und verbessert werden kann. Und dabei vergisst man sowohl in Flensburg als auch in Freising nie die Grundlage des Erfolgs: Bier ist ein Naturprodukt.
Die Flensburger Brauerei – Tradition und Moderne
Im hohen Norden steht die Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH & Co. KG seit 1888 für charakterstarke Braukunst – erkennbar am unverwechselbaren „Plop“ des Bügelverschlusses. Als größte Privatbrauerei Schleswig-Holsteins beschäftigt das Unternehmen rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und es wurde mehrfach mit dem Umweltpreis der Wirtschaft ausgezeichnet. Kontinuierliche Investitionen in Technik, Marke, Markt und die Belegschaft verbinden Tradition und Moderne auf ideale Weise.
Das Flensburger Bier entsteht aus exzellentem Wasser in Mineralwasser-Qualität aus der hauseigenen Flensburger Gletscherquelle und aus Küstengerste aus Schleswig-Holstein. Das Würzekochsystem Merlin von Steinecker sorgt dafür, dass biologisch wertvolle Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten bleiben – Grundlage für ein authentisches, charakterstarkes Geschmackserlebnis.
Zum Sortiment zählen aktuell 17 Produkte, darunter das neue „Strand-Lager“ sowie die „FLENSBURGER KÜSTENLIMOs“. Abgefüllt wird im Herzen Flensburgs – auf einigen der größten und modernsten Anlagen der Welt für Flaschen mit Bügelverschluss.
Paul Edenhofer